Großbritannien: Über ein Drittel erlebt Paranormales
Inhalt dieser Studie
Wie viele Ihrer Nachbarn haben schon einmal einen Geist gesehen?
Mehr als ein Drittel der britischen Erwachsenen gibt an, schon einmal eine paranormale Erfahrung gehabt zu haben.
Im Jahr 2009 machten sich drei Soziologen daran, etwas Unsichtbares zu kartieren – die verborgene Geografie seltsamer Erfahrungen in ganz Großbritannien. Sie wollten wissen, nicht ob Geister real sind, sondern wer sie sieht und wo. Diese Studie wurde spezifisch in Großbritannien durchgeführt, daher können die Muster in anderen Kulturen abweichen.
Kernerkenntnisse
- Mehr als jeder Dritte – 37 % – sagte ja, sie hätten mindestens einmal etwas Paranormales erlebt.
- Frauen berichteten häufiger von solchen Erfahrungen als Männer, und Menschen im mittleren Lebensalter sagten häufiger ja als sehr Junge oder sehr Alte.
- Interessanterweise gaben diejenigen, die im Südwesten Englands lebten, die höchsten Raten an.
Worum geht es?
Die Forscher führten eine großangelegte Umfrage durch, bei der sie über 4.000 zufällig ausgewählte Erwachsene in ganz Großbritannien fragten, ob sie jemals etwas erlebt hätten, das sie als paranormal bezeichnen würden. Es ging nicht darum zu beweisen, dass Geister existieren, sondern darum zu dokumentieren, wie häufig solche Berichte in der Allgemeinbevölkerung sind. Sie verwendeten Standardmethoden der Umfrageforschung, um sicherzustellen, dass ihre Stichprobe die breite britische Öffentlichkeit in Bezug auf Alter, Geschlecht und Region widerspiegelte.
National repräsentative Umfrage von 4.096 britischen Erwachsenen zu selbstberichteten paranormalen Erfahrungen, durchgeführt 2009.
37% berichteten von mindestens einer paranormalen Erfahrung; demografische Unterschiede identifiziert nach Geschlecht, Alter und Region.
Wie gut ist die Evidenz?
37 % entsprechen ungefähr 18 Millionen Erwachsenen in Großbritannien – vergleichbar mit der Bevölkerung der Niederlande. Dies deckt sich mit ähnlichen Umfragen in den USA und Europa, wonach 10–40 % der westlichen Bevölkerung solche Erfahrungen berichten, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um seltene Ausreißer handelt, sondern um ein Phänomen einer signifikanten Minderheit.
Befürworter argumentieren, dass solch hohe Prävalenzraten darauf hindeuten, dass diese Erfahrungen einen normalen Teil des menschlichen Bewusstseins darstellen, den die Wissenschaft übersehen hat und der ernsthafte Untersuchung verdient. Skeptiker entgegnen, dass Selbstberichte unzuverlässig sind – Menschen können Träume als Wacherlebnisse falsch in Erinnerung behalten, Zufälle falsch deuten oder von kulturellen Erzählungen beeinflusst werden, und hohe Berichtsraten zeigen einfach, wie weit verbreitet Fehlinterpretationen und falsche Erinnerungen sind.
Mainstream: Dies sind einfach interessante Daten über kulturelle Überzeugungen und Berichtsverzerrungen, die zeigen, wie weit verbreitet übernatürliches Denken im modernen Großbritannien bleibt. Moderate: Die Daten spiegeln echte anomale Erfahrungen wider, die von der Mainstream-Wissenschaft untererforscht sind, obwohl sie möglicherweise noch nicht verstandene konventionelle Erklärungen haben. Grenzbereich: Die hohe Prävalenz deutet darauf hin, dass paranormale Fähigkeiten eine normale, latente menschliche Kapazität sind, die häufig auftritt, aber sozial unterdrückt oder wegerklärt wird.
Viele gehen davon aus, dass nur ein winziger Bruchteil von „Gläubigen“ über paranormale Erfahrungen berichtet. Tatsächlich zeigt diese Studie, dass über ein Drittel der Allgemeinbevölkerung – einschließlich vieler, die sich selbst nicht als „spirituell“ betrachten – solche Erfahrungen berichtet, wenn man sie direkt danach fragt.
Um festzustellen, ob diese Erfahrungen echte paranormale Phänomene darstellen, wären kontrollierte Experimente erforderlich, die spezifische Behauptungen (wie Präkognition) unter Laborbedingungen testen, nicht nur Umfragen über Anekdoten. Diese Studie erfüllt die Kriterien dafür, dass solche Berichte in der Bevölkerung häufig sind, kann aber nicht bestimmen, ob die Erfahrungen wahrheitsgemäß oder Fehlinterpretationen sind.
Unsere Ergebnisse zeigen, dass 37 % der britischen Erwachsenen mindestens eine paranormale Erfahrung berichten und dass Frauen, Menschen im mittleren Lebensalter oder Personen, die im Südwesten leben, eher solche Erfahrungen berichten.
Position: Gemischt
Was bedeutet das?
Es ist, als würde man herausfinden, dass ein Drittel der Nachbarn heimlich glaubt, schon einmal einen Moment unerklärlicher Intuition gehabt oder etwas gesehen zu haben, das sie nicht erklären können – Erfahrungen, die sie vielleicht nicht bei der Arbeit erwähnen, aber privat zugeben.
Umfragen können uns sagen, wie verbreitet eine Überzeugung oder Erfahrung in einer Population ist, aber sie können uns nicht sagen, ob die berichteten Erfahrungen objektiv real sind – das erfordert andere Forschungsmethoden.
Begriffe verstehen
Was diese Studie behauptet
Ergebnisse
37 % der britischen Erwachsenen geben an, mindestens eine paranormale Erfahrung gehabt zu haben.
moderateMenschen im mittleren Lebensalter berichten über paranormale Erfahrungen mit höheren Raten als jüngere oder ältere Erwachsene.
moderateFrauen berichten häufiger über paranormale Erfahrungen als Männer.
moderateEinwohner des Südwestens Englands berichten über höhere Raten paranormaler Erfahrungen im Vergleich zu anderen Regionen.
moderateImplikationen
Berichtete paranormale Erfahrungen verdienen eine nachhaltige soziologische Betrachtung als bedeutendes soziales Phänomen.
weakDiese Zusammenfassung dient der allgemeinverständlichen Information über aktuelle Forschung. Sie stellt keinen medizinischen Rat dar. Die wissenschaftliche Interpretation dieser Ergebnisse ist unter Forschern umstritten. Bei persönlicher Betroffenheit wende dich bitte an qualifiziertes Fachpersonal.