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Studien / Mentale Medialität / Psychical research and the origins of Am…

Als Geister die US-Psychologie beflügelten

Andreas SommerHistory of the Human Sciences, 2012 Peer-Reviewed
Inhalt dieser Studie
✦ Stell dir vor …

Versuchten frühe Psychologen ihr Interesse an Medien zu verbergen?

Stell dir vor, du entdeckst, dass der Vater der amerikanischen Psychologie, William James, heimlich glaubte, dass Gespräche mit den Toten wissenschaftlich gültig sein könnten. Ende des 19. Jahrhunderts, als die Psychologie darum kämpfte, sich als legitime Wissenschaft zu etablieren, untersuchten einige ihrer prominentesten Gründer heimlich Medien, Telepathie und andere paranormale Phänomene. Doch dann passierte etwas Faszinierendes: Dieselben Psychologen begannen systematisch, diese Geschichte aus ihrem Fachgebiet zu tilgen. Diese Studie enthüllt, wie die frühe Psychologie bewusst ihre eigenen übernatürlichen Ursprünge begrub.

Die Begründer der Psychologie studierten Medien, aber spätere Psychologen arbeiteten daran, diese Geschichte zu löschen.

Im späten 19. Jahrhundert, als die Psychologie zu einer legitimen Wissenschaft wurde, waren einige ihrer prominentesten Vertreter heimlich fasziniert von Medien, Telepathie und anderen paranormalen Phänomenen. William James, der die akademische Psychologie in Amerika begründete, betrachtete sich offen als 'psychischen Forscher.' Aber diese peinliche Geschichte wurde allmählich begraben, als die Psychologie um wissenschaftliche Respektabilität kämpfte.

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Die Gründer der akademischen Psychologie in Amerika waren tief in die Paranormalforschung involviert, doch spätere Psychologen löschten diese Geschichte systematisch, um ihr Fachgebiet wissenschaftlich respektabler erscheinen zu lassen.

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Kernerkenntnisse

  • Die Studie enthüllte, dass die Beziehung der Psychologie zur paranormalen Forschung komplexer war als üblicherweise anerkannt.
  • Frühe Psychologen ignorierten diese Themen nicht nur—sie arbeiteten aktiv daran, sie aus ihrem Bereich auszuschließen.
  • Noch überraschender ist, dass Historiker diese 'Grenzarbeit' fortgesetzt haben, indem sie abweisende Darstellungen der psychischen Forschung schrieben, um das wissenschaftliche Image der Psychologie zu schützen.

Worum geht es?

Der Forscher analysierte historische Dokumente und Berichte, um nachzuvollziehen, wie die frühe Psychologie mit paranormaler Forschung umging. Er konzentrierte sich auf einen berühmten Fall, in dem Hugo Münsterberg, ein deutscher Psychologe in Harvard, das Medium Eusapia Palladino als Betrügerin entlarvte. Durch die Untersuchung dieses und anderer Beispiele betrachtete er, wie Psychologen allmählich paranormale Forschung aus ihrem Bereich verdrängten und wie Historiker später über diese Ereignisse schrieben.

Methodik

Historische Analyse der Beziehung zwischen früherer Psychischer Forschung und akademischer Psychologie, mit Fokus auf den Fall der Entlarvung des Mediums Eusapia Palladino durch Hugo Münsterberg.

Ergebnisse

Die Studie zeigt, wie Psychologen die Psychische Forschung strategisch aus der akademischen Psychologie verdrängten und wie Historiker diese 'Grenzziehung' fortgesetzt haben, um den wissenschaftlichen Status der Psychologie zu erhalten.

Wie gut ist die Evidenz?

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Die Studie zitiert 49 historische Quellen, was auf umfangreiche Archivforschung hinweist—vergleichbar mit größeren historischen Analysen, die typischerweise 30-80 Primärquellen heranziehen.

Anekdotisch5/100
AnekdotischVorläufigSolideStarkÜberwältigend

Befürworter argumentieren, dass diese Forschung wichtige verborgene Geschichte enthüllt und zeigt, wie wissenschaftliche Disziplinen ihre Grenzen durch selektives Geschichtenerzählen überwachen. Sie behaupten, dass die Ablehnung der psychischen Forschung verfrüht und politisch motiviert gewesen sein könnte. Skeptiker behaupten, dass die Psychologie recht hatte, sich von unwissenschaftlichen Praktiken zu distanzieren und dass die Entlarvung betrügerischer Medien wie Palladino für die Glaubwürdigkeit des Feldes notwendig war. Sie argumentieren, dass wissenschaftlicher Fortschritt das Aufgeben unproduktiver Forschungsrichtungen erfordert.

↔ Interpretationsspektrum

Mainstream: Das ist interessante Geschichte, aber die Psychologie hatte recht, unwissenschaftliche paranormale Forschung aufzugeben. Moderat: Der Ausschluss der psychischen Forschung könnte voreilig gewesen sein und zeigt, wie wissenschaftliche Grenzen sozial konstruiert werden. Grenzbereich: Dies zeigt systematische Unterdrückung legitimer Forschung, die materialistische Annahmen über das Bewusstsein herausfordert.

Häufiges Missverständnis

Viele Menschen denken, frühe Psychologen waren immer skeptisch gegenüber paranormalen Behauptungen. In Wirklichkeit untersuchten einige der angesehensten Gründer der Psychologie, einschließlich William James, aktiv Medien und Telepathie als legitime wissenschaftliche Themen.

Überzeugungskraft-Check
2 von 5 Kriterien erfüllt
Erfüllt2/5
Große Stichprobe (N>100)
Peer-reviewed Fachzeitschrift
Repliziert
Signifikanter Effekt
DOI vorhanden

Um Fragen über historische 'Grenzarbeit' zu klären, bräuchten wir Zugang zu privater Korrespondenz, institutionellen Aufzeichnungen und mehreren unabhängigen historischen Analysen, die zu ähnlichen Schlüssen gelangen. Diese Studie liefert überzeugende Beweise durch umfangreiche Archivforschung und passt in etablierte Theorien darüber, wie wissenschaftliche Disziplinen ihre Grenzen aufrechterhalten.

Es wird argumentiert, dass die traditionelle Geschichtsschreibung der psychischen Forschung, die von Darstellungen dominiert wird, die ihrem Gegenstand zutiefst abgeneigt sind, Teil einer fortlaufenden Form von 'Grenzarbeit' war, um den wissenschaftlichen Status der Psychologie zu stärken.

Position: Gemischt

Was bedeutet das?

Das Verblüffendste? William James, dessen Lehrbuch die Psychologie für Generationen definierte, glaubte ernsthaft, er hätte wissenschaftliche Beweise für ein Leben nach dem Tod. Das Fachgebiet, das das menschliche Bewusstsein erforscht, vergaß systematisch, dass sein Gründer dachte, das Bewusstsein könnte den körperlichen Tod überleben.

Es ist, als würde man entdecken, dass die Gründer einer renommierten Medizinschule heimlich Alternativmedizin praktizierten, aber spätere Administratoren diese Geschichte begruben, um ihren Ruf für wissenschaftliche Strenge zu wahren.

Wenn diese Analyse zutreffend ist, deutet sie darauf hin, dass einige potenziell wichtige Forschungsbereiche möglicherweise nicht aufgegeben wurden, weil ihnen der Wert fehlte, sondern weil sie die berufliche Glaubwürdigkeit bedrohten. Das könnte bedeuten, dass die moderne Psychologie davon profitieren könnte, einige dieser frühen Fragen mit zeitgenössischen wissenschaftlichen Methoden zu überdenken. Es wirft auch breitere Fragen darüber auf, wie wissenschaftliche Disziplinen entscheiden, was es wert ist zu erforschen und was vergessen wird.

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Wissenschafts-Tipp

Historische Forschung zeigt uns, dass was als 'wissenschaftlich' gilt, nicht nur von Beweisen abhängt—es wird auch von sozialen und beruflichen Drücken innerhalb akademischer Disziplinen geprägt.

Begriffe verstehen

📖
Grenzarbeit
Wie wissenschaftliche Disziplinen entscheiden, was als legitime Forschung gilt und Themen ausschließen, die ihre Glaubwürdigkeit bedrohen könnten
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Psychische Forschung
Die wissenschaftliche Untersuchung von Phänomenen wie Telepathie, Medialität und Kommunikation mit den Toten im späten 19. Jahrhundert

Was diese Studie behauptet

Ergebnisse

Psychische Forscher des späten 19. Jahrhunderts waren aktiv an der Entstehung der noch jungen akademischen Psychologie beteiligt

moderate

William James, der Begründer der akademischen Psychologie in Amerika, betrachtete sich als psychischen Forscher und suchte Medialität und Telepathie-Studien in die Psychologie zu integrieren

moderate

Interpretationen

Die traditionelle Geschichtsschreibung der psychischen Forschung war Teil fortlaufender 'Grenzarbeit', um den wissenschaftlichen Status der Psychologie zu stärken

weak

Psychologen verwendeten spezifische Strategien, um die psychische Forschung aus der Agenda der wissenschaftlichen Psychologie zu verdrängen

moderate

Einschränkungen

Historiker der Humanwissenschaften haben es weitgehend versäumt, die Beteiligung psychischer Forscher an der frühen akademischen Psychologie anzuerkennen

moderate

Diese Zusammenfassung dient der allgemeinverständlichen Information über aktuelle Forschung. Sie stellt keinen medizinischen Rat dar. Die wissenschaftliche Interpretation dieser Ergebnisse ist unter Forschern umstritten. Bei persönlicher Betroffenheit wende dich bitte an qualifiziertes Fachpersonal.